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Samstag, 26. Juli 2008

Gleichschaltung der Massenmedien

Wenn man sich die Rede von Senator Barack Obama in Berlin anschaut, konnte man wieder schön die Gleichschaltung der Massenmedien sehen.
Mir sind keine, bzw. kaum kritische Worte aufgefallen. Es wurden auch keine kritischen Fragen gestellt, die den Leser zum eigenen Denken animieren sollte.

200.000 Leute standen an der Siegessäule. Viele mit kleinen Amerikaflaggen. Plakate und Transparente wurden ja verboten. Ofizielle Aussage: Es sei eine private, geschlossenen Veranstaltung und Herr Obama hätte Hausrecht.

Mal nachgefragt. Berlin besitzt ja noch Sonderstatus. Könnte es sein, dass es vllt. damit etwas zu tun hat?

Mal ehrlich, was glaubt ihr, wird ein Präsident Obama ändern? Es wird mehr Truppen in Afghanistan geben. Er wird weitere Anstrengungen unternehmen, den sog. "Raketenschild" in Europa zu installieren. Die Ziele, der US amerikanischen Außenpolitik gibt nicht Obama selbst vor, sondern einer seiner Berater: Zbigniew Brzezinski.

Fragt man einen der Teilnehmer, wer dieser Mann ist. Ich schätze 1 von 1000 würde diese Frage richtig beantworten können.

Da kommt ein Senator nach Berlin, der in seinem eigenen Land gerne Präsident werden möchte (und er hat, nachdem man sich die Leute im Hintergrund dieses Mannes anschaut, auch gute Chancen).

Wie auch immer, stellen wir mal die kritischen Fragen:
Wie sieht die Außenpolitik unter Obama denn aus?
Wie die Innenpolitik?
Warum war er in Berlin / auf Auslandsreise?
Wer ist sein Team und was haben sie früher getan?
Wie schaft es ein seit 2005 gewählter Senator zum designierten Präsidentschaftskandidaten der Demokraten zu werden? Alleine wird er das wohl kaum geschaft haben, oder?
Welche Funktion hat Barack Obama im CFR? Wie kam er da rein? Wer sitzt da drin? Was wird dort entschieden?
Wie steht Senator Obama zum Irak, Iran, Israel, Parkistan und vor allem Russland und China?

Ich kann jedem nur empfehlen, sich einmal ein eigenes Bild zu machen ... Obama ist sicherlich ein charismatischer Mann, aber mit Sicherheit kein "schwarzer Kennedy".

Dienstag, 22. Juli 2008

Obama in Berlin ... Fähnchen ja, Plakate nein

Schon geil, wie sich die Berliner für die Wahlkampfveranstaltung von Barack Obama einspannen lassen werden.
Kleine Amerikafähnchen möchte man sehen, viele Menschen, die Obama zuwinken und jubeln. Eigentlich will man nur ne Masse völlig verblödeter Menschen dort stehen haben, die daran glauben, dass Obama irgendwas an der derzeitigen Politik von George W. Bush ändern wird.
Sicher wird er das. Es wird mehr Truppen in Afghanistan geben (auch unsere Landsleute), es wird stärkere Solidaritätsbekundungen für Israel geben und die Steuern für die Reichen werden gesenkt und für die Armen erhöht.
Ich wette, dass kaum einer aller Leute, die dort stehen werden, sich das Wahlprobgram kritisch durchgelesen hat.

Ach ja, Plakate sind btw. auch nicht gestattet. Entweder hat man Angst, es könnte zum sogenannten "Bush-Bashing" kommen oder die Plakate passen einfach nicht ins Bild dieses "Saubermanns".

Naja, hier das Programm des Herrn Obama: hier
Hier der Spiegelartikel über Obamas Besuch: hier
Und hier mal n nettes Video über den Besuch: hier

Sonntag, 20. Juli 2008

America from freedom to fasiscm Teil I

Ich hab mich mal an Aaron Russows gleichnahmigen Film orientiert, was meinen Titel anbelang. Das ich nicht unbedingt der Freund der amerikanischen Politik seit 2001 bin, ist kein Geheimnis (ein Freund unserer Politik bin ich allerings auch nicht).
Aber bevor ich hier ins Themengebiet einsteigen will, mal einige Vokabeln im Vorfeld:

Diktatur (ein Auszug):
  • ideologische Ausprägungen, z.B. Nationalsozialismus / Faschismus, Stalinismus / Maoismus
  • damit verbunden ein oft übertriebenes, ungerechtfertigtes oder vollständig konstruiertes, paranoides Feindbild; die Bekämpfung dieser Feinde soll die Ideologie rechtfertigen und erhalten; zu Feinden im Innern oder für wertlos werden regelmäßig wehrlose Minderheiten wie Juden, Oppositionelle oder Intellektuelle erklärt.
  • Heilsversprechen
  • Abwertung des Individualismus, Glorifizierung des Kollektivs und dessen vermeintlicher Einheit und Stärke bei gleichzeitiger Verfolgung Destruktiver oder Passiver
  • Förderung des Denunziantentums und des Opportunismus
  • Personenkult, zum Beispiel das „Führerbild“ in jedem Privathaus und in Schulen
  • damit ist meist eine Omnipräsenz des Herrschers oder des Regierungsapparates verbunden
  • Populismus
FEMA (Auszug):

Die FEMA ist zu Folgendem ermächtigt, falls dies vom Präsidenten der Vereinigen Staaten verordnet wurde:
  • Übernahme sämtlicher Transportmittel und Kontrolle der Autobahnen und Seehäfen,
  • Übernahme und Kontrolle sämtlicher Medien (TV, Rundfunk usw.)
  • Kontrolle über den elektrischen Strom, Gas, Erdöl, Treibstoffe und Bodenschätze
  • Übernahme aller Nahrungsquellen und Farmen
  • ermächtigt den Postmaster General (Chef der Bundespost), ein nationales Register aller Personen anzufertigen
  • erlaubt der Regierung, Eisenbahnen, Schifffahrtskanäle und Lagergebäude zu übernehmen
  • erlaubt der FEMA, Pläne über Produktion und Verteilung von Gütern, Energiequellen, Löhnen, Krediten und Geldflüssen bezüglich jedes undefinierten nationalen Notfalls zu erstellen.
Rex 84 (Auszug / Übersetzung):

Vom fünften bis zum 13. April 1984 führte die Katastrophenschutzbehörde FEMA mit Unterstützung der Armee, des CIA, des FBI, des Secret Service und weiteren Bundesbehörden eine geheime, großangelegte Übung durch um ihre Fähigkeit zu testen, eine große Anzahl Bürger im Notfall zu verhaften. Die Übung hieß "Readiness Exercise 1984" (REX 84) und sah weitreichende Bürgeraufstände und -demonstrationen vor welche die Regierung in ihrer Gewalt und Handlungsfähigkeit einschränken würden. Das Militär wäre in diesem Fall mit zahlreichen Vollmachten ausgestattet: Massenverhaftungen und die Internierung von "gefährlichen" Bürgern, die Anwendung des Kriegsrechts, usw.
Rex 84 erregte Aufsehen als die Pläne während der Anhörungen über die Iran-Contra-Affäre im Jahr 1987 erwähnt wurden und Zeitungen wie der Miami Herald die Sache aufgriffen.

Konzentrationslager (Auszug):

Der Begriff bezeichnete in verschiedenen Epochen verschiedener Länder mehrere Arten von Sammel-, Internierungs- und Arbeitslagern. Sammellager für Kriegsgefangene, Strafgefangenen- und Strafarbeitslager waren schon längere Zeit verbreitet, daneben entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert die Form des Internierungs- oder Auffanglagers im Kontext von Vertreibung, Auswanderung und kolonialistischer Eroberung.

So, erstmal Schluss mit den Vokabeln, wer ausführlicher zu diesen Themengebiten recherchieren will, der sollte einfach mal googlen oder die Links oben nutzen.

Kommen wir nun erstmal zu einer Kurzfassung der geschichtlichen Entwicklung:
  • Am 20 Februar 2001 wurde nach einer kuriosen Wahl George W. Bush und sein Kabinett vereidigt.
  • Am 11. September schlugen 2 Flugzeuge in die beiden WTC Türme 1 und 2 ein, ein Objekt traf das Pentagon und eine Passagiermaschine stürzte nache Shanksvill / Pennsilvenia ab.
  • Ab dem 18. September 2001 wurden in den USA verschiedene Briefe u.a. an Abgeordnete des Kongresses geschickt, die mit Anthrax konterminiert waren.
  • Die USA erklärten in einer Stellungnahme, dass der Bündnissfall der NATO eingetreten sei.
  • Am 25. Oktober 2001 verabschiedte der Kongress den sog. Patriot Act.
  • Man maschierte in Afghanistan ein.
  • 2003 bezichtigten die USA den Irak, Massenvernichtungswaffen zu besitzen und marschierten auch dort ein.
  • Seit dem 12 Februar 2006 begann der forcierte Streit zwischen den USA und dem Iran, aufgrund seines bisher nicht nachgewiesenen Programms zur Herstellung von Atomwaffen.
  • Am 26 September 2006 wurde der Military Act verabschiedet.
Es gibt sicherlich noch mehr geschichtsträchtige Ereignisse, aber für eine Zusammenfassung sollte es erstmal reichen. Konzentrieren wir uns auf die o.g. Schlagworte, die ich in den Vokablen zusammen gefasst habe:

Zur Diktatur:
  • Ideologische Ausprägung: Ist in den USA gegeben in den Schlagwörtern wie "Krieg gegen den Terror" oder der "Demokratisierung der Welt"
  • Paranoides Feindbild: "Terroristen", Al' Quaida oder Osama bin Laden
  • Heilsversprechen: Nicht gegeben, ansatzweise im "übertriebenen Patriotismus"
  • Abwertung des Individums: Kritik wird kaum geäußert, andersdenkende Kritiker an dem gegenwärtigen Kurs werden lächerlich gemacht
  • Förderung des Denunziantentums: Neufassung des "Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA)" in dem der Kongress "rückwirkend Straffreiheit für Lauschangriffe auf ihre Kunden [der Netzbetreiber] erteilt, auch wenn diese ohne die eigentlich vorgesehene Richtergenehmigung geschahen".
  • Personenkult: Ansatzweise gegeben, siehe hier: Plakate im totatitärem Stil
  • Populismus: Man appelliert an die Ängste der Mitbürger, "Terror", "Terror-Threat", "Al' Quaida", "Weapons of Massdestrucion" und "bin Laden" seihen hier nur einige der Schlagwörter
Zur FEMA:
  • Diese Organisation hat das Recht, im Ausnahmezustand, die o.g. Kontrollen zu übernehmen
  • Für eine "Katastrophenhilfsorganisation" war FEMA bei Hurrikan Kathrina ziemlich unorgansiert
  • Sie stellte dem Halliburton-Tochterunternehmen Kellogg, Brown and Root beispielsweise Anfang 2006 385 Millionen $ zur Verfügung für den Bau von Internierungslagern. Halliburton und KBR bauten fast sämtliche neuen großen Gefangenenlager im Irak und in Afghanistan.
Zur Rex 84:
Zu den Internierungslagern:
Im nächsten Teil beschäftige ich mich eingehender mit dem Patriot Act, dem Military Act, den FEMA Concentration Camps mit den Plastiksärgen, FISA sowie Rex 84 und wohin sich die U.S. amerikanische Gesellschaft hinzubewegen scheint.

Obamas geplante Rede vor der Siegessäule

Bei der Vorstellung, dass der designierte Präsidentschaftskandidat Barak Obama am 24 Juli vor der Siegessäule seine Rede halten wird, läuft es mir irgendwie kalt den Rücken runter.

Letztliche werden einige tausend Berliner dort stehen und Obama mit Kennedy verwechseln und wie die meisten einfach keine Ahnung haben, dass sich diese zwei Personen bis ins Mark hin unterscheiden.

Aber fangen wir mal mit der Siegessäule an:
"Die Siegessäule auf dem Großen Stern inmitten des Großen Tiergartens in Berlin wurde von 1864 bis 1873 nach Plänen Heinrich Stracks erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Anlass der Erbauung waren Siege im Deutsch-Dänischen Krieg 1864. Eingeweiht wurde die Siegessäule am dritten Jahrestag der siegreichen Schlacht bei Sedan (Sedanstag), dem 2. September 1873, als Nationaldenkmal der Einigungskriege. Sie erinnert an die siegreichen Waffengänge Preußens gegen Dänemark 1864 (Deutsch-Dänischer Krieg), während des Deutschen Krieges 1866 gegen Österreich und gegen Frankreich 1870/1871 (Deutsch-Französischer Krieg). Aufgrund dieser Siege wurde der Siegessäule eine Bronzeskulptur aufgesetzt. 1938/1939 wurde die Säule vom Platz der Republik auf ihren heutigen Standort, den Großen Stern, verschoben." Soweit Wikipedia.

Also ein Denkmal, welches das "Deutsche Volk" an seine vergangenen Siege erinnern soll. Hmm, gut, sei erstmal dahingestellt, warum Herr Barak da reden möchte. Vielleicht hatte ja einer seiner grandiosen Berater die Idee. Schauen wir uns die mal an:
(Quelle: Barak Obama / Sam Graham-Felsen's Blog)
- Secretary of State Madeleine Albright
- Senator David Boren, former Chairman of the Senate Select Committee on Intelligence
- Secretary of State Warren Christopher
- Greg Craig, former director of the State Department Office of Policy Planning
- Secretary of the Navy Richard Danzig
- Representative Lee Hamilton, former Chairman of the House Foreign Affairs Committee
- Deputy Attorney General Eric Holder
- Dr. Tony Lake, former National Security Advisor
- Senator Sam Nunn, former Chairman of the Senate Armed Services Committee.
- Secretary of Defense William Perry
- Dr. Susan Rice, former Assistant Secretary of State
- Representative Tim Roemer, 9/11 Commissioner
- Jim Steinberg, former Deputy National Security Advisor

Hier nun mein Kommentar zu diesen Leuten:
Madeleine Albright und Warren Christopher sind zwei frühere Minister der Clinton Regierung, deren Weste auch nicht besonders weiß zu sein scheint. Albright erklärte 1996, dass sich die 500.000 toten Irakter aufgrund der U.N. Sanktionen gehen den Irak gelohnt hätten. Beide sind Teilnehmer der Bilderbergkonferenz 2008.

Der frühere US Sicherheitsberater Anthony Lake bezeichnete den IRan als möglichen Besitzer von Atom waffen, was im krassen Widerspruch zu einem 2003 veröffentlichen Papier des CIA steht, bezeichnete dies als "gefährliche Krise" und meinte, dass "Obama mit schärferen Sanktionen dagegen vorgen werde".

Lee Hamilton war Vorsitzender des 9/11 Kommision, deren Bericht, wir wir heute wissen, nicht das Papier wert ist, auf dem er gedruck worden ist (Einstürzende Stahlhochhäuser (3 Stück) wegen der hohen Temperaturen der Feuer, das NORAD Statement, die Erklärung zum Pentagonanschlag ... soll ich weitermachen?)

William Perry, frührer Verteidigungsminister in der zweiten Amtsperiode von President Bill Clinton.

So, und das waren jetzt nur einige, die, sofern Obama "gewählt" wird (Leute, die Wahl steht schon fest ... "Wahlmaschinen und so"), also mit an Board gehen.

Daher frage ich mich, warum die Berliner eigentlich so jubeln werden? Worauf hofft ihr? Auf dieses "Change we can believe in"? Da wird sich nix ändern, wenn Obama der President der USA wird. Da bleibt schön alles wie es ist, wenn nicht sogar noch krasser.

Habt ihr mal gehört oder gelesen, dass Obama den Patriot Act oder den Military Act aufheben möchte? Die FED wieder verstaatlichen will? Den Iran unter keinen Umständen angreifen wird? Also ich bin entweder uninformiert oder er HAT ES GAR NICHT VOR.

Aber stellt euch mal ruhig hin und jubelt dem "neuen Kennedy" an der Siegessäule zu.

Ach ja, warum eigentlich Siegessäule: Meiner Meinung nach liegen die Dinge immer direkt vor unseren Augen und in diesem Fall ist es ein schönes Schauspiel, wie man mit Worten den Frieden predigt, während im Hintergrund die Panzer (Siegessäule) rollen.

Donnerstag, 17. Juli 2008

US Innenpolitik

Ich bin zwar kein Freund der US Politik, egal ob diese innen- oder außenpolitisch sei, doch ich bemühme mich, die Informationen, die mir zur Verfügung stehen, neutral wiederzugeben.

Innenpolitik I - Obama Interview
"We've got to have a civilian national security force that's just as powerful, just as strong, just as well-funded." den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
"Wir brauchen eine natinale Bürgerwehr (Zivildienst), die stark, mächtig und gut ausgestattet ist"

"We cannot continue to rely only on our military in order to achieve the national security objectives that we've set."
"Wir können es nicht nur dem Militär überlassen, unsere Natinalen Sicherheiten zu übernehmen."

Hmm, ok. Die amerikanischen Truppen umfassen ca. 500.000 Männer und Frauen, wobei die Nationalgarde nicht mal eingerechnet ist. Militärausgaben 2007: 439 Miliarden Dollar.

Dies sei, laut Obama so finanzierbar: "set the goal of 50 hours of service a year for middle school and high school students.

For college students, Obama would set the goal at 100 hours of service a year and create a $4,000 annual tax credit for college students tied to that level of service."

Also, Middle- und Highschool Schüler sollen 50 Stunden, Studenten 100 Stunden Dienst ableisten, und das auf Pump ... mal wider, naja, ich meine, wo soll der gute Obama auch Geld hernehmen? Der Doller ist nix mehr wert und das ganze Land ist mit $ 53 Billionen verschuldt, wobei nochmal $ 60 Billionen für Renten- und Krankenversicherungsansprüche gezahlt werden müssen.

Innenpolitik II - Bush, George W.
Amtsenthebung gegen Präsident George W. Bush
Am 10. Juni 2008 verlaß der ehemalige demokratische Präsidentschaftskandidat Dennis Kucinich vor dem Kongress der Vereinigten Statten 5 Stunden lang seine "Anklage" mit 35 Kritikpunkten. Hier das pdf-File von Kucinich.

Das ist bereits der zweite Resolutionsentwurf Kucinichs über ein Impeachment des Staatschefs in diesem Monat. Mit der ersten Resolution konnte jedoch nicht das gewünschte Ziel erreicht werden.

Quelle: RIA Novosti

Dienstag, 15. Juli 2008

Zusammenfassung der wichtigen Themen der letzten Wochen

USA / Israel vs. Iran
Säbelrasseln in Iran und Israel
"12. Juli 2008 Erleben wir gerade das Vorspiel zu einem neuen Waffengang im Mittleren Osten? Die Fakten sind beunruhigend. Anfang Juni hat Israel ein Manöver im östlichen Mittelmeer abgehalten, mit mehr als hundert Kampfflugzeugen, Tankflugzeugen und Hubschraubern, bei dem ein Einsatz über eine Reichweite von 1500 Kilometern geprobt wurde."

Weltwirtschaft
Fed-Chef Bernanke sieht erhebliches Risiko für US-Konjunktur:
Der Dow Jones trudelt, der Dax stürzt auf ein Zweijahrestief - und US-Notenbankchef Bernanke gibt düstere Konjunkturprognosen: Er sieht in der derzeitigen Energie- und Kreditkrise ein "erhebliches" Wirtschaftsrisiko. Die steigende Inflation schaffe zusätzlich Unsicherheit.

Kreditkrise schickt Aktienkurse auf Talfahrt:
"Am Mittag notierte ein Barrel (159 Liter) amerikanischen Leichtöls noch nahe seines Rekordhochs von 147 Dollar. Am frühen Abend fiel der Preis dann jedoch angesichts des pessimistischeren Wachstumsausblicks binnen weniger Minuten auf 136 Dollar. Der Dollar fiel am Dienstag auf ein neues Rekordtief gegenüber dem Euro. Erstmals mussten 1,6038 Dollar für einen Euro gezahlt werden, fast zwei Cent mehr als am Montag."

Medien
Heiner Geißler:
"Wir haben heute entgegen allen Propagandaäußerungen der Wirtschaft, der Regierung und mancher Zeitungen keinen großen Fortschritt. Die Zahl der sozialversicherten Vollzeitarbeitnehmer hat sich seit 2004 nicht vermehrt, sie bleibt bei 27 Millionen. Dafür gibt es inzwischen immer mehr befristete Arbeitsverhältnisse und sieben Millionen geringfügige Verdiener: mit Ein-Euro-Jobs, 400-Euro-Jobs, als Leiharbeiter und so weiter - lauter Jobs, von denen die Leute großteils nicht mehr leben können. Dafür hat Schröders Agenda 2010 gesorgt und nicht Oskar Lafontaine."

Und das nach einer Suche im Internet nach ca. 5 Minuten. Eine gute Seite, die ich hier empfehlen möchte:
http://politikglobal.blogspot.com/

Mal sehen, wo uns dies alles noch hinführen wird. Ich kanns nicht sagen und würde mich momentan auch nicht zu irgendwelchen Prognosen hinreissen lassen, denn so, wies gerade läuft, lassen sich nur einige Parallelen zu 1929 ziehen.

Montag, 14. Juli 2008

"Weltweite Depression", wenn Fannie Mae und Freddie Mac zusamenbrechen

William Rees-Mogg, Columinist der New York Times, schreibt in der heutigen (14. Juliy 2008) Ausgabe, dass ein Zusammenbruch der beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac eine Weltwirtschaftskrise anno 1929 auslösen können.
"Most of the stock market's loss in value took place in later years as the Depression deepened. Three years after its initial crash and shortly before the 1932 election, the Dow Jones Industrial Average had fallen to 34, a loss of more than 90 per cent in less than three years. The Dow did not return to its 1929 peak of 381 until a quarter of a century later at the end of 1954."

Die beiden Hypothekenfinanzierer sichern die Hypotheken des US-Immobiliensektors nach dem Zückzug diverser Banken fast im Alleingang. Ihre Schuldverschreibungen belaufen ich auf annähernd $ 5 Billiarden, was ca. 1/3 des gesamten Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Statten ausmacht.
"These are far bigger than the investment bank Bear Stearns and Northern Rock put together. They have brought the crisis from the level of billions of dollars, to the level of trillions. No doubt they will be saved because the US would be bust if they went down. But you cannot save six- trillion-dollar institutions without suffering on a large scale."

William Rees-Mog sieht die Anzeichen einer neuen Weltwirtschaftsdepression deutlich vor Augen. "The debt crisis, the banking crisis, the property crisis, the oil crisis, the shift to Asia, the bear market in stocks, are huge global adjustments that have all come together at the same time."

Und aus unseren Geschichtsbüchern weiß man, dass diese Wirtschaftskrise den Weg für so nache Diktaturen, vor allem in Europa, ebnete. "Before we get back to balance, we may see dramatic changes in politics, as well as in business and finance."

Zur Person:
"William Rees-Mogg has had a distinguished career with The Times and The Sunday Times. He was Deputy Editor of The Sunday Times before becoming Editor of The Times in 1967, a position he held until 1981. He was made a life peer in 1988. Since 1992 he has been a columnist for The Times, writing on a variety of issues. He has also been chairman of the Broadcast Standards Council and British Arts Council"

Zum Artikel

Samstag, 12. Juli 2008

Mögliche Auswirkungen eines Krieges USA/Israel - Iran

Die möglichen Auswirkungen einen Angriffs auf den Iran habt die Oxford Reserarch Group bereits im Jahr 2006 vorgestellt.

Hier ein Auszug:

„Obwohl ein Angriff beider Staaten [USA und Israel, Anm. d. Verf.] für sich genommen dem Atomprogramm des Irans erheblichen Schaden zufügen würde, wären zahlreiche Reaktionen möglich, die so gut wie sicher einen längerfristigen und höchst brisanten Konflikt heraufbeschwören würden. Außerdem wäre zu erwarten, dass sich der Iran aus dem Atomwaffensperrvertrag zurückzieht und sich so schnell wie möglich einem eigenen Atomwaffenprogramm widmet. Weitere militärische Maßnahmen gegen den Iran wären die Folge und würden eine höchst gefährliche Spirale der Gewalt in Bewegung setzen.“

Das gesamte Dokument ist frei im Internet zu finden.

Laut einhelliger Expertenmeinung käme der Angriff auf den Iran, dass in der Rangfolge der OPEC auf Platz 2 der ölfördernden Staaten steht und weltweit der viertgrößte Ölexporteur ist, einem wirtschaftlichem Kollaps gleich, denn der Preis für ein Barrel Öl würde auf $ 200 - $ 300 steigen. Und was das für die Wirtschaft der westlichen Industrienationen bedeutet, bräuchte man sich erst gar nicht ausmahlen.

"Ölexperten sagen, der Ölpreis werde sich innerhalb von wenigen Minuten auf 200 bis 300 Dollar pro Barrel erhöhen. Bei einem heutigen Ölpreis von 134 Dollar pro Barrel hat der US-Preis einen Rekord von vier Dollar für eine Gallone erreicht. Bei 300 Dollar für ein Barrel Öl würde der Benzinpreis in den Vereinigten Staaten auf 12 Dollar pro Gallone steigen. Bei 12 Dollar würde es zu Unruhen in Newark, Los Angeles, Harlem, Oakland, Cleveland, Detroit und Dallas kommen."

Sicherlich würde der Iran einen Gegenschlag gegen Israel ausführen, sei es mit seinen erst neulich getesteten Raketen, oder durch eine größere Unterstützung der Hisbolah.

Die Aufstände im Irak würden sich wohl erheblich erweitern, deren Ziel das Militär der Besatzermacht USA darstellen wird, was eine weitere Destabilisation der Golfregion zur Folge hätte.

Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass, wenn es zu einem Angriff von Seitens Israel aus kommen würde, sich andere arabische Staaten mit dem Iran sympathisieren werden, u.a. der Libanon und Syrien.

Welches verheerende Potential die drei Hauptakteure dieses Konfliktes haben, kann ich nicht einschätzen, aber im schlimmsten Fall wären wohl auch die USA nicht in der Lage, Israel vom Einsatz von Nuklearwaffen abzuhalten.