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Dienstag, 15. Juli 2008

Zusammenfassung der wichtigen Themen der letzten Wochen

USA / Israel vs. Iran
Säbelrasseln in Iran und Israel
"12. Juli 2008 Erleben wir gerade das Vorspiel zu einem neuen Waffengang im Mittleren Osten? Die Fakten sind beunruhigend. Anfang Juni hat Israel ein Manöver im östlichen Mittelmeer abgehalten, mit mehr als hundert Kampfflugzeugen, Tankflugzeugen und Hubschraubern, bei dem ein Einsatz über eine Reichweite von 1500 Kilometern geprobt wurde."

Weltwirtschaft
Fed-Chef Bernanke sieht erhebliches Risiko für US-Konjunktur:
Der Dow Jones trudelt, der Dax stürzt auf ein Zweijahrestief - und US-Notenbankchef Bernanke gibt düstere Konjunkturprognosen: Er sieht in der derzeitigen Energie- und Kreditkrise ein "erhebliches" Wirtschaftsrisiko. Die steigende Inflation schaffe zusätzlich Unsicherheit.

Kreditkrise schickt Aktienkurse auf Talfahrt:
"Am Mittag notierte ein Barrel (159 Liter) amerikanischen Leichtöls noch nahe seines Rekordhochs von 147 Dollar. Am frühen Abend fiel der Preis dann jedoch angesichts des pessimistischeren Wachstumsausblicks binnen weniger Minuten auf 136 Dollar. Der Dollar fiel am Dienstag auf ein neues Rekordtief gegenüber dem Euro. Erstmals mussten 1,6038 Dollar für einen Euro gezahlt werden, fast zwei Cent mehr als am Montag."

Medien
Heiner Geißler:
"Wir haben heute entgegen allen Propagandaäußerungen der Wirtschaft, der Regierung und mancher Zeitungen keinen großen Fortschritt. Die Zahl der sozialversicherten Vollzeitarbeitnehmer hat sich seit 2004 nicht vermehrt, sie bleibt bei 27 Millionen. Dafür gibt es inzwischen immer mehr befristete Arbeitsverhältnisse und sieben Millionen geringfügige Verdiener: mit Ein-Euro-Jobs, 400-Euro-Jobs, als Leiharbeiter und so weiter - lauter Jobs, von denen die Leute großteils nicht mehr leben können. Dafür hat Schröders Agenda 2010 gesorgt und nicht Oskar Lafontaine."

Und das nach einer Suche im Internet nach ca. 5 Minuten. Eine gute Seite, die ich hier empfehlen möchte:
http://politikglobal.blogspot.com/

Mal sehen, wo uns dies alles noch hinführen wird. Ich kanns nicht sagen und würde mich momentan auch nicht zu irgendwelchen Prognosen hinreissen lassen, denn so, wies gerade läuft, lassen sich nur einige Parallelen zu 1929 ziehen.

Samstag, 12. Juli 2008

Mögliche Auswirkungen eines Krieges USA/Israel - Iran

Die möglichen Auswirkungen einen Angriffs auf den Iran habt die Oxford Reserarch Group bereits im Jahr 2006 vorgestellt.

Hier ein Auszug:

„Obwohl ein Angriff beider Staaten [USA und Israel, Anm. d. Verf.] für sich genommen dem Atomprogramm des Irans erheblichen Schaden zufügen würde, wären zahlreiche Reaktionen möglich, die so gut wie sicher einen längerfristigen und höchst brisanten Konflikt heraufbeschwören würden. Außerdem wäre zu erwarten, dass sich der Iran aus dem Atomwaffensperrvertrag zurückzieht und sich so schnell wie möglich einem eigenen Atomwaffenprogramm widmet. Weitere militärische Maßnahmen gegen den Iran wären die Folge und würden eine höchst gefährliche Spirale der Gewalt in Bewegung setzen.“

Das gesamte Dokument ist frei im Internet zu finden.

Laut einhelliger Expertenmeinung käme der Angriff auf den Iran, dass in der Rangfolge der OPEC auf Platz 2 der ölfördernden Staaten steht und weltweit der viertgrößte Ölexporteur ist, einem wirtschaftlichem Kollaps gleich, denn der Preis für ein Barrel Öl würde auf $ 200 - $ 300 steigen. Und was das für die Wirtschaft der westlichen Industrienationen bedeutet, bräuchte man sich erst gar nicht ausmahlen.

"Ölexperten sagen, der Ölpreis werde sich innerhalb von wenigen Minuten auf 200 bis 300 Dollar pro Barrel erhöhen. Bei einem heutigen Ölpreis von 134 Dollar pro Barrel hat der US-Preis einen Rekord von vier Dollar für eine Gallone erreicht. Bei 300 Dollar für ein Barrel Öl würde der Benzinpreis in den Vereinigten Staaten auf 12 Dollar pro Gallone steigen. Bei 12 Dollar würde es zu Unruhen in Newark, Los Angeles, Harlem, Oakland, Cleveland, Detroit und Dallas kommen."

Sicherlich würde der Iran einen Gegenschlag gegen Israel ausführen, sei es mit seinen erst neulich getesteten Raketen, oder durch eine größere Unterstützung der Hisbolah.

Die Aufstände im Irak würden sich wohl erheblich erweitern, deren Ziel das Militär der Besatzermacht USA darstellen wird, was eine weitere Destabilisation der Golfregion zur Folge hätte.

Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass, wenn es zu einem Angriff von Seitens Israel aus kommen würde, sich andere arabische Staaten mit dem Iran sympathisieren werden, u.a. der Libanon und Syrien.

Welches verheerende Potential die drei Hauptakteure dieses Konfliktes haben, kann ich nicht einschätzen, aber im schlimmsten Fall wären wohl auch die USA nicht in der Lage, Israel vom Einsatz von Nuklearwaffen abzuhalten.

Israelischer Verteidigungsminister besucht die USA / Zeichen stehen auf Krieg

Ehud Barak, der israelische Verteidigungsminister besucht Anfang der nächsten Woche die USA und wird sich dort mit Defense Secretary Robert Gates, Vice President Dick Cheney, Secretary of State Condoleezza Rice, National Security Adviser Stephen Hadley, UN Secretary-General Ban Ki-moon und mit US Präsident George W. Bush.

Eigentlich keine nennenswerte Meldung, jedoch werfen die anhaltenden Spannungen zwischen dem Iran mit Israel und den USA ein anderes Licht auf die Sache.

In den Massenmedien wird momentan über die Raketentests der Iraner berichtet, die für Israel "einen großen psychischen und physischen Schaden" bedeuten würden, bei deren Einsatz.

Nach offiziellen Meldungen über den Test dieser Shehab-3 Raketen, erreichen diese eine maximale Reichweite von 2.000 Kilometern und können einen 1 Tonnen Sprengkopf tragen. Sicherlich stimmt es, dass die Iraner damit das israelische Staatsgebiet treffen können, dann jedoch mit einem wesentlich leichterem Sprengkopf, denn eine Shahab-3 Rakete fliegt mit 1 Tonne Gewicht max. 1.300 Kilometer.

Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass die von offizieller Seite veröffentlichen Bilder als Manipulation herausgestellt haben, dass es zwar die Raketentest stattgefunden haben, aber nicht in dem Ausmaß, wie es uns die iranische Regierung glauben machen will.

Weiterhin simulierte das Israelische Militär vor einigen Wochen eine Kampfübung auf iranische Atomanlagen.

Die USA hat ihre Militärflotte am Golf in den letzten Wochen verstärkt und nutzt den iranischen Raketentest als Begründung für die Errichtung ihres geplanten Raketenschildes, Israel führt Militärübungen durch, man drängt auf Sanktionen gegen den Iran, dieser rasselt mit deinen Säbeln und droht, im Falle eines Angriffs, mit Vergeltungsmaßnahmen gegen Israel und der Sperrung des Golfs von Hormus, einer stark genutzten Handelsstrasse, über die einiges der golfstaatlichen Ölproduktion verschifft wird.

Meines Erachtens sind die Anzeichen für einen bevorstehenden Krieg deutlich aus den diversen Mitteilungen und Zeichen der letzten Wochen herauszuinterpretieren, nur dass er diesmal nicht von den USA angezettelt wurde, sondern Israel ihn vom Zaun brechen wird.